Pferde
“Das Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde.“
Alle Tiere, die als Pferde, Esel und Zebras bezeichnet werden, gehören zur Familie der Pferde (equus).
Die Anzahl der Arten ist umstritten, aber es wird meist zwischen 7- 8 Arten unterschieden.
Was die meisten Leute wissen ist, dass ein männliches Tier als Hengst, wenn es aber kastriert ist, als Wallach, ein weibliches Tier als Stute und ein Jungtier als Fohlen bezeichnet wird. Pferde haben eine Kopfrumpflänge von 2-3 Metern und können bis zu 1.60 Meter in die Höhe wachsen, was sie zu einem der Größten Tiere auf der Erde macht. Durch diese gewaltigen Ausmaße erreicht ein ausgewachsenes Pferd ein beachtliches Gewicht von 175 bis 450 Kg.
Verbreitung und Lebensraum:
Im östlichen und südlichen Afrika, sowie in zentralen Regionen Asiens leben heute noch wilde Formen der rezenten Pferdearten. Aber auf dem amerikanischen Kontinent sind sie leider schon vor 10.000 Jahren, aus ungeklärten Gründen, ausgestorben. Dies ist schwer nachzuvollziehen, denn aus Westernfilmen kennt man es, dass Cowboys sich wilde Hengste fangen und sie zähmen, obwohl diese Pferde durch Menschen wieder in Amerika heimisch geworden sind. Nur verwilderte Hauspferde und Hausesel sind in Australien, den USA und anderen Ländern anzufinden, denn durch die Menschen wurden sie wieder weltweit verbreitet. Man geht auch davon aus, dass Pferde, in der Antike, in Nordafrika und Westasien ausgerottet wurden.
Lebensweise:
Obwohl Pferde auch tagsüber Nahrung suchen könnten sind sie hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv. Die männlichen Tiere haben bei manchen Arten, wie z.B. bei den Grevyzebras und dem afrikanischen Esel, ein Paarungsterritorium, das sich über 10 Quadratkilometer erstrecken kann. Bei diesen Arten gibt es keine dauerhaften Beziehungen zwischen erwachsenen Tieren. Die Przewalski-Pferde und andere Arten leben in einer stutengeführten Herde, die von einem Hengst überwacht wird und diese Herden haben meist eine festgelegte Rangordnung. Die Verständigung erfolgt durch Gesten mit den Ohren, Haltung des Kiefers und des Schwanzes. Aber sie verwenden auch Laute zur Kommunikation. Also nicht viel anders als bei uns Menschen, wir kommunizieren auch durch Mimik, Gestik und unserer Stimme.
Fortpflanzung und Lebensdauer:
Die Stuten müssen eine Tragezeit von 330 – 410 Tage (ca.11 – 13 Monate) durchmachen. Wenn diese Zeit dann geschafft ist gebären sie meist nur ein Fohlen, aber in Ausnahme Fällen auch zwei Tiere. Die Jungtiere sind zum Glück bei ihrer Geburt schon weit entwickelt
und können so der Mutter bereits nach wenigen Stunden folgen, falls Gefahr droht. Sie sind nach ½ - 1 ½ Jahren entwöhnt und gehen dann ihren eigenen Weg. Die Geschlechtsreife tritt dann aber erst nach 2-6 Jahren ein. In freier Wildbahn werden Pferde ca. 40 Jahre alt, doch in menschlicher Obhut sind 50 Jahre nicht selten.
Nutzen:
Pferde hatten früher den einzigen nutzen als Arbeitstiere. Heute haben Maschinen die Arbeit der Pferde übernommen, sodass Pferde
heutzutage hauptsächlich als Reittiere genutzt werden. Pferdesportarten, wie das Springreiten, das Dressurreiten oder das Geländereiten
sind heute nicht mehr unbekannt, denn sie sind sogar olympische Sportarten. Pferde dienen auch heute noch zum Fleischverzehr und zur Herstellung von Leder, aber auch die Stuten- und Eselmilch wird gern verwendet.
Die Rassen der Hauspferde:
Pferde werden unterteilt in Ponys, Pferde und Kaltblut Pferde. Und hier sind ein paar bekannte Beispiele zu diesen Arten:
Ponys:
Islandpferd, Fjordpferd, Haflinger, Shetland-Pony, Connemara-Pony, Bardigiano-Pony und das Falabella-Pony.
Pferde:
Knabsstrupper, Friese, Trakehner, Hannoveraner, Holsteiner, Oldenburger, Lipizzaner, Anglo-Araber, Englisches Vollblut, Andalusier, Lusitano, Berber, Araber, Przewalski-Pferd, Appaloosa, Missouri Fox Trotter, Mustang, Palomino, Pinto/Paint Horse und das Quater Horse.
Kaltblut Pferde:
Nordschwedisches Pferd, Jütländer, Percheron, Nordmannischer Cob, Clydesdaler, Suffolk Punch, Shire und das Italienisches Kaltblut.